“Marlies Flesch-Thebesius”

“Marlies Flesch-Thebesius – Das Widersprüchliche ist Teil des Wahrhaftigen”

ein Film von Enzio Edschmid
für die Bibliothek der Alten im historischen museum frankfurt

Die Filmpremiere fand am 27. Mai 2012 im historischen museum frankfurt statt.

Filmpremiere der Bibliothek der Alten (c) hmf, Foto: P. Welzel

Filmpremiere der Bibliothek der Alten (c) hmf, Foto: P. Welzel

Die Vorführung ist Teil des Generationen übergreifenden und bis ins Jahr 2105 ausgelegte Biografieprojekt „Bibliothek der Alten“. Marlies Flesch-Thebesius ist eine von bereits über einhundert Autoren, die in Fotografien, Dokumenten und autobiografischen Texten ihrem Leben und ihrer Beziehung zu Frankfurt nachgegangen sind.

Marlies Flesch-Thebesius, 1920 in Frankfurt geboren, ist Theologin und die letzte Namensträgerin zweier alter Familien, einer jüdischen und einer protestantischen. Vater und Großvater, protestantisch getaufte Juden, waren Mediziner. Die Familie gehörte zum deutschnationalen Bildungsbürgertum und versuchte anfangs, sich dem Nationalsozialismus anzupassen. Schnell aber wurde sie ausgegrenzt, verlassen, bedroht und verfolgt. Nur in der Haltung der Bekennenden Kirche fand sie ein Gefühl des Beschütztseins.

Flesch-Thebesius war im Krieg Übersetzerin, danach Journalistin, Theologin und Pfarrerin in der Alten Nikolaikirche. Im Ruhestand schreibt sie über Christinnen ihrer Generation, die dem Nationalsozialismus die Stirn geboten haben. Identitätsfragen bewegen sie bis heute.

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